Düngung

Welche Nährstoffe brauchen die Pflanzen?
Stickstoff für das Wachstum, Phosphor und Kalium für die Blüte.
Dazu kommen Magnesium, Calcium, Schwefel und andere Spurenelemente, wie Eisen, Mangan oder Zink.

Kann man zuviel Düngen?
Gärten sind oft überdüngt, bei Kleingärten sind es sogar 96%, die überdüngte Böden haben.
Das schadet den Pflanzen, mindert die Qualität von Obst und Gemüse und schädigt das Grundwasser.

Wie Düngt man richtig?
Mittels einer Bodenuntersuchung lässt man den tatsächlichen Nährstoffbedarf des Gartenbodens analysieren und kann dann bestehenden Nährstoffmangel gezielt ausgleichen.

Welche Dünger gibt es?

  • Organischen Dünger
    Das ist z.B. Kompost, Mist, Hornspäne und Knochenmehl. Organische Dünger müssen von Mikroorganismen aufgeschlossen werden, damit die Nährstoffe für die Pflanzen verfügbar werden.
  • Mineralischen Dünger
    Er basiert auf Salzen, die im Bergbau gewonnen werden und mit oft hohem Energieaufwand chemisch verändert werden.
  • Welcher Dünger ist der richtige?
    Gartenkompost hat meist eine sehr ausgewogene Nährstoffmischung und eignet sich daher als Grundversorgung sehr gut (Anhaltspunkt: 3 Liter pro m² und Jahr, sonst erfolgt auch hier eine Überdüngung). Bei Stickstoffmangel gibt man Hornspäne, bei Phosphormangel Knochenmehl. Stallmist wirkt bodenverbessernd, die Nährstoffzusammensetzung hängt von der Tierart und deren Futter ab.
    In Bereichen, die keine guten Bedingungen für Mikroorganismen bieten, wie das bei Topf- und Kübelpflanzen an extremen Standorten vorkommen kann, verwendet man mineralischen Dünger.

    Gründüngung
    Der gezielte Anbau von ausgewählten Pflanzen wird als Gründüngung bezeichnet. Sie verbessern die Humusbildung, sind ein guter Schutz gegen Bodenerosion und Nährstoffauswaschung und unterdrücken unerwünschtes Unkrautwachstum.

    * Klee, Lupinen, Wicken, Bohnen, Erbsen verhindern die Stickstoffauswaschung
    * Ringelblume, Senf, Tagetes, Gartenkresse sind Humusbildner
    * Sonnenblume lockert den Boden

    Mulchen
    Zum Schutz des Bodens wird eine Mulchschicht zwischen den Kulturpflanzen ausgebracht.
    Sie beschattet den Boden, fördert das Bodenleben und unterdrückt das Unkrautwachstum.
    Als Mulchmaterialien verwendet man Gras, Stroh, Brennnessel, Beinwell, Unkraut und andere Ernterückstände. Das Material zersetzt sich mit der Zeit und gibt die Nähr-
    stoffe frei.

    Buchempfehlung:
    Gärtnertricks aus alter Zeit: Säen und Pflanzen, Düngen und Pflegen, Ernten und Lagern